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Initiative e-mobil+

Fortbildungsinitiative Elektromobilität

 

Sonderprogramm in Verbindung und mit
Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
und des Landesverbands Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes

 

Fortbildungsbedarf Elektromobilität

Durch die zunehmende Einführung elektrisch angetriebener Fahrzeuge verändern sich die Anforderungen an kraftfahrzeugtechnische Betriebe in Industrie und Handwerk. Elektrische Antriebe ersetzen oder unterstützen zunehmend Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen.

Mit der Zunahme der Elektromobilität steigt auch der Bedarf zur Wartung und Reparatur. Sowohl in Betrieben als auch in Beruflichen Schulen existiert deshalb ein Fortbildungsbedarf, um den Markt- und Bildungsanforderungen gerecht werden zu können.

Zu dieser technologischen Entwicklung kommt hinzu, dass das Arbeiten mit sogenannten Hochvoltsystemen ein erhöhtes Gefährdungspotenzial mit sich bringt. Deshalb wird von der Berufsgenossenschaft eine dieser Situation entsprechende Zertifizierung zum Umgang mit Hochvolttechnik gefordert. Entsprechend dem Gefährdungsrisiko bei Arbeiten an Hochvolt-Fahrzeugen unterscheidet man drei Stufen:

-    Stufe 1: nichtelektrotechnische Arbeiten (z. B. Testfahrten, Rad- und Ölwechsel)

-       Stufe 2: spannungsfrei schalten, elektrotechnische Arbeiten im spannungsfreien Zustand

-       Stufe 3: Arbeiten unter Spannung an Hochvolt-Systemen

Die Zertifizierung von Lehrkräften aus den Berufsbildenden Schulen erfolgt in den Stufen 1, 2 und 3 für den Bereich „Servicearbeiten an Serienfahrzeugen“.

Seit März 2013 sind in den Lehrplänen für das Kfz-Gewerbe Inhalte der Kfz Hochvolttechnik Unterrichtsgegenstand. Die Inhalte sind prüfungsrelevant.

 

Durchführung

Die sehr unterschiedlichen Kompetenzausgangslagen der Lehrkräfte aus den Berufsfeldern Fahrzeugtechnik und Elektrotechnik erfordern individuelle Lerngeschwindigkeiten und Inhalte. Dies wird durch die Kombination von Onlinekursen und einer Präsenzveranstaltung erreicht, in der folgende Qualifikation erworben wird:

Fachkundiger für eigensichere Hochvoltfahrzeuge in Anlehnung an DGUV Information 200-005 (bisherige BGI/GUV-I 8686): Elektrotechnische Arbeiten in Servicewerkstätten für HV-eigensichere Fahrzeuge. 

Die Fortbildungsinitiative läuft bis 31.12.2016 und wird durch die Initiative „Strom bewegt“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und ein Elektrofahrzeug des Landesverbands Hessen des Kraftfahrzeuggewerbes gefördert. Die erfolgreiche Absolvierung der Fortbildung berechtigt Lehrkräfte zur kostenlosen Ausleihe des Fahrzeugs für den Unterrichtseinsatz an beruflichen Schulen und zur weiteren Qualifizierung von Lehrkräften.



Details und Inhalte für interessierte Lehrkräfte


  • Sie kennen den neuen Lehrplan
  • Sie wissen, dass der Umgang mit Fahrzeugen mit Hochvoltkomponenten in den Lehrplan aufgenommen wurde
  • Sie wissen, dass das Freischalten von Fahrzeugen mit HV-Komponenten zur Gesellenprüfung gehört
  • Sie wissen, dass die DGUV für das Freischalten und die Schulung dessen an einem Schulungsfahrzeug eine spezielle Qualifikation für das Personal fordern
  • Sie wissen, dass diese Qualifikation landläufig HV-II-Schein genannt wird
  • Sie haben den Schein nicht
  • Sie wissen, dass die Fortbildungen dazu nicht unter 3 Tagen Präsenztagen zu haben sind
     
Sie wollen dazugehören? Wir haben die Lösung!




Fortbildung: Fachkundiger für HV-Eigensichere Fahrzeuge in zwei Teilen

Fachkundiger für HV-Eigensichere Fahrzeuge, Teil 1“, ein Selbststudium der Theorie, Grundlagen, Vorschriften in Verbindung mit einer Onlineplattform mit Übungsfragen zur Selbstevaluierung des gelernten Wissens und einer Online-Abschlussprüfung. Damit können Sie sich Ihre Zeit einteilen und portionsweise hier und da abzweigen, ohne am Stück 3 oder 4 Tage präsent zu sein. Nach bestandener Online-Prüfung werden Ihnen 3 Fortbildungstage bescheinigt.

Die Bescheinigung über den bestandenen Teil 1 berechtigt Sie zur Teilnahme an der eintägigen Fortbildung: „Fachkundiger für HV-Eigensichere Fahrzeuge, Teil 2“, einer Praxisschulung, die auf die im Teil 1 erworbenen Theoriekenntnisse aufsetzt, und die praktischen Tätigkeiten im Umgang mit einem HV-Fahrzeug behandelt. In dieser Fortbildung zeigen Sie, dass Sie ein HV-Fahrzeug unter Beachtung der Vorschriften der DGUV und VDE Freischalten können. Und ganz nebenbei erhalten Sie dabei die fahrzeugspezifische Einweisung in den Mitsubishi EV, den Sie daraufhin über den Landesverband Kfz für den Unterricht wochenweise kostenlos ausleihen können.

Diese Fortbildung bieten wir an sechs Standorten bis Ende 2016 an.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung online oder per FAX

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